Besuch des Bundeskanzleramtes
Wie schon in den letzten zwei Jahren besuchte eine Hennickendorfer Karawane am letzten Sonnabend wieder Berlin. Nach den Besuchen des Deutschen Domes und des Reichstages war diesmal das Bundeskanzleramt unser Ziel. Als die Bundeskanzlerin dies erfuhr, machte sie schnell einen Blitzbesuch in Afghanistan.
Pünktlich 10.45 Uhr trafen sich 19 Hennickendorfer, um mit dem Rufbus die Fahrt anzutreten. Auch die Deutsche Bahn lies uns nicht im Stich und brachte uns minutiös nach Berlin. So hatten wir genügend Zeit, um auf dem Hauptbahnhof noch einige weihnachtliche Einkäufe zu machen.
Danach ging es zu Fuß zum Bundeskanzleramt. Nach unserer Identifizierung und dem Betreten der Sicherheitsschleuse gelangten wir in das im Jahr 2001 fertig gestellte Gebäude. Zunächst sahen wir einen einführenden Film über Aufgaben, Rolle und Arbeitsweise des Kanzleramtes. Dann folgte ein Rundgang durch das Bundeskanzleramt. Es war schon erhebend, vor den legendären Porträts der ehemaligen sieben Kanzler von Adenauer bis Schmidt zu stehen, die fast 60 Jahre deutscher Nachkriegsgeschichte geschrieben haben. Auf den heute menschenleeren Fluren im ersten Obergeschoss ging es weiter zum großen internationalen Konferenzsaal. Hightech vom feinsten war hier zu sehen, aber uns wurden auch einige diplomatischen Finessen erzählt. Unmittelbar daran schloss sich der Raum für Pressekonferenzen an. Hier nahmen wir Platz, aber keiner wollte eine Presseerklärung abgeben. Im Erdgeschoss pendelten wir dann durch eine Ausstellung, die Staatsgeschenke zeigte, die unsere Kanzler auf ihren Auslandsreisen erhalten haben. Im großzügigen Foyer des Bundeskanzleramtes mit Blick auf die Bronzestatue des Künstlers Markus Lüpertz "Die Philosophin", die als Inbegriff des nachdenklichen Menschen zu verstehen ist, endete auch unser kleiner Rundgang. Beim Blick aus dem Fenster auf das künstlerische Hauptwerk, die Skulptur "Berlin" vom baskischen Künstler Eduardo Chillida, wurde uns unmissverständlich bewusst, wir müssen wieder raus in die Kälte.
Es ist beeindruckend, wie in weniger als 20 Jahren sich am Spreebogen in der Mitte Berlins ein modernes Regierungsviertel herausgebildet hat, wo historische Gebäude saniert und neue Gebäude in das Gesamtensemble integriert wurden.
Nach dieser anstrengenden politischen Arbeit folgte die Erholung. Dank einer logistischen Leistung von Gudrun Pezenburg erreichten wir den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg. Glühwein und andere weihnachtlichen Düfte weckten unsere Lebensgeister. Nach einem Bummel über den Markt vor der Kulisse des fantastisch angestrahlten Schlosses hieß es wieder zurück zum Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn ist pünktlich und wartet nicht; sie war pünktlich, wir aber auch. Wunderbar, auch in Trebbin stand unser Rufbus bereit und brachte uns sicher zurück nach Hennickendorf. Herzlichen Dank an dieser Stelle dem Fahrer Herrn Patrick Rische.
Gemeinsam ließen wir dann den Abend im vorgewärmten Vereinshaus gemütlich ausklingen. Wein und Bier, frisches Brot mit Wurst, Hackepeter und Käse stärkten uns dabei. Die Quintessenz des Tages: es war wieder Super, nächstes Jahr wieder und ein herzliches Dankeschön für die perfekte Organisation an Gudrun Pezenburg.
Rolf Schmidtgen